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Kaya Yanar! Aufruf zur Menschlichkeit ist heute Antisemitismus

Aktualisiert: 13. Feb.

Menschen, die Waffenstillstand fordern, Menschen, die gegen Krieg sind, Menschen, die gegen das Töten von Zivilisten, Kindern und Frauen sind, werden heute als Antisemiten angeklagt.


Das hat sich zu einem inzwischen wohl schon gesellschaftlich etablierten Schema entwickelt. Alles, was der Regierungsmeinung widerspricht, muss geahndet werden. Was eignet sich bei der deutschen Geschichte besser, als Antisemitismus?


Abscheulich! Und abscheulich, wenn sich da immer wieder Menschen mit einklinken ... wahrscheinlich nicht der eigenen Wahrnehmung und Meinungsbildung fähig. Das zeichnet immer wieder viele deutsche Bürger aus: Der Regierung folgen und nicht widersprechen und nicht selbst denken! Das Denken sollen die übernehmen, die dafür vom Steuerzahler bezahlt werden!


Dass diese Menschen, mit der Regierung zusammen, selbst in faschistischem Denken und Handeln agieren, scheint zumindest den betroffenen Bürgern selbst nicht aufzufallen. Wie auch ... es merken immer zuerst die anderen, wenn im eigenen Kopf etwas schief läuft.


Wer sich die Mahnung und Bitte von Kaya Yanar aufmerksam anhört, wird nichts antisemitisches feststellen können. Er appelliert an die Verantwortlichen, mit dem Töten aufzuhören und eine Unterscheidung zwischen Hamas und der Zivilbevölkerung zu machen. Außerdem stellt er dar, wie Israel sehr offenbar Beweise fälscht, die Angriffe auf Zivilbevölkerung rechtfertigen sollten.


Friedensaufrufe als antisemitisch darzustellen und auch so zu ahnden, ist schon eine wirklich große Leistung. Hut ab!



Bei dieser Gelegenheit ... auch dieser Beitrag zum Israelkonflikt, einer türkischen Moderatorin, könnte sehr interessant sein: https://www.dropbox.com/scl/fi/d0edk1uzqzqynrv7jeqtu/T-rkische-Moderatorin-ber-Gaza.mp4?rlkey=l610oodtpagwf1ak2m0d5jq3h&dl=0


Hier die Vorwürfe gegen Kaya Yanar!

Eine Übersetzung aus der türkischen Presse zur Anklage gegen Kaya Yanar.:


Deutschland erhebt Anklage gegen türkischstämmigen Comedian wegen Kritik an Israel


Kaya Yanar wird wegen "Aufstachelung zum Hass" angeklagt, nachdem er in einem Video die israelische Regierung der Lüge und der Fälschung von Beweisen über ihre Gräueltaten im palästinensischen Gazastreifen bezichtigt hat.


Kaya Yanar, ein bekannter deutscher Komiker mit türkischen Wurzeln, wird wegen eines YouTube-Videos angeklagt, in dem er die israelische Regierung der Lüge und der Fälschung von Beweisen über ihren Krieg gegen den palästinensischen Gazastreifen bezichtigt.


Gegen den Komiker wurde in Deutschland Anklage wegen Volksverhetzung erhoben, berichtete die Schweizer Tageszeitung 20 Minuten am Donnerstag. Polizei und Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Osnabrück bestätigten dem Blatt zufolge den Eingang der Strafanzeige.


In dem Video mit dem Titel "Lüge!" spielt Yanar einen türkischen Fahrlehrer, der die Regierung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu beschuldigt, unschuldige Menschen in Gaza zu töten, die nichts mit der Hamas zu tun haben, und gleichzeitig zu lügen und Beweise zu fälschen, um den Völkermord zu vertuschen.


"Nie wieder' ist jetzt, und deshalb rufe ich zu einem Waffenstillstand auf", sagt Yanar am Ende seines Videos und verwendet dabei den bekannten Slogan, der dazu auffordert, keinen weiteren Holocaust zu begehen.

In einem Gespräch mit der Tageszeitung "Der Westen" sagte Kaya am Freitag, er habe nur den Versuchen entgegentreten wollen, den Krieg gegen Gaza zu rechtfertigen. Auf die Kritik der deutsch-jüdischen Zeitung Jüdische Allgemeine an seinem Video hatte er bereits auf Instagram reagiert.


"Der Vorwurf des Antisemitismus, den einige Tastaturakrobaten aus deutschen Redaktionen jetzt heraufbeschwören wollen, ist unbegründet und verletzend", schrieb Yanar.


"Wie kann man aus einer Kritik an einer militärischen Aktion einer Regierung schließen, dass man das Volk Israel und darüber hinaus alle Menschen jüdischen Glaubens dafür verantwortlich macht? Diese Art zu denken kommt mir rassistisch vor und ist nicht meine Art zu denken", fügte er hinzu.


"Cancel Culture" trifft Kritiker der israelischen Gräueltaten

In Deutschland mehren sich in letzter Zeit die Beispiele für eine so genannte "CancelCulture" im Zusammenhang mit israelkritischen Äußerungen.


In Frankfurt wollen drei Oberbürgermeisterkandidaten den Pink Floyd-Sänger Roger Waters an einem Auftritt in der Festhalle hindern. Der 80-jährige Musiker ist ein Kritiker der israelischen Politik und unterstützt die Kampagne für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS).


Die deutsche Heinrich-Boll-Stiftung war im vergangenen Monat in die Kritik geraten, weil sie sich wegen der kritischen Äußerungen eines Preisträgers zu den israelischen Angriffen auf Gaza von einer Preisverleihung zurückgezogen hatte.


Die bosnische Schriftstellerin Lana Bastasic gab vor drei Wochen bekannt, dass sie ihren Vertrag mit einem deutschen Verlag aus Protest gegen dessen Schweigen zur humanitären Krise in Gaza gekündigt hat.


"Ich empfinde es als meine moralische und ethische Pflicht, meinen Vertrag mit S. Fischer zu kündigen. Der Verlag hat es nicht nur versäumt, sich zum anhaltenden Völkermord in Gaza zu äußern, sondern auch zur systematischen Zensur in Deutschland in den letzten zwei Monaten geschwiegen", so Bastasic, 37, auf Instagram.

Sie sagte, dass sie die Beziehungen abbricht, da ein umfassender Boykott deutscher Kultureinrichtungen wegen der israelfreundlichen Haltung der Regierung die Meinungen spaltet.




 

Kaya Yanar ist kein Einzelfall. Der türkischstämmige Schriftsteller („Felidae“) ist Anfang Februar 2024 wegen Volksverhetzung zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Im Interview liest Akif Pirinçci die beanstandeten Sätze aus einem Artikel vor, den er auf seinem Blog „Der kleine Akif“ im Jahr 2022 veröffentlicht hat. Auch hier kann sich jeder ein eigenes Bild davon machen, weshalb Akif Pirincci zu 9 Monaten ohne Bewährung verurteilt wurde.




 
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